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Stadtwohnen von Familien

Neuerdings wenden sich viele Haushalte ab vom Wohnen im suburbanen Vorort hin zum Wohnen in der Stadt. Das gilt in zunehmendem Masse auch für Familien. Allerdings trifft die steigende Nachfrage nach städtischem Familienwohnen kaum auf ein in Qualität, Quantität und Preis entsprechend adäquates Angebot. Dem entspricht, dass Familien im Marketing der Städte wie auch der Anbieter von Stadtwohnungen kaum oder nur selten eine Rolle spielen. In einer im Rahmen des Explorationsparcours Erlenmatt durchgeführten Befragung wurden die Anforderungen an das städtische Familienwohnen erhoben. Wohnraumanbieter, gemeinnützige und öffentliche Einrichtungen und Bewohnerzielgruppen, darunter junge, gut verdienende Familien selbst, wurden nach ihren Ansichten über die Erwartungen von Familien an das Stadtwohnen am Beispiel des Erlenmattquartiers befragt (N = 80). Gruppenvergleiche verdeutlichen die teils unterschiedlichen Ansichten. So neigen Wohnraumanbieter dazu, die Erwartungen potenzieller Bewohner im Hinblick auf Partizipation in der Planung, die Berücksichtigung von Kinderbelangen und teils auch bezüglich Umweltstandards zu unterschätzen. Die Ergebnisse erlauben die Schlussfolgerung, dass die Eigenschaften des Erlenmattquartiers und seiner Überbauung stärker als bisher vorgesehen und kommuniziert den Anforderungen an eine Nachhaltige Entwicklung gerecht werden muss, wenn das Quartier für junge, gut verdienende Familien als Wohnstandort attraktiv sein soll.

Veröffentlichung: Ulrich Kriese, Robert Bügl und Roland W. Scholz (2013) Market actors´ views on urban family living: Informing urban planning and place marketing in preparation for urban transitions. European Planning Studies, 21(2), 204-231. (Link zur Zeitschrift über Taylor & Francis Online. Der Zugang zu Teilinhalten kann auf Abonnenten des verlinkten Dienstes beschränkt sein.)

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